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Die Auswirkungen von Japans Mobilfunkwachstum auf seine Festnetztelefonie
Stuttgart — 16. März 2007 — In Japan haben Mobilfunkdienste in den letzten Jahren das stärks-te Wachstum verzeichnet,
mit relativ knappem Vorsprung vor Daten- und Kabelfernsehdiens-ten (Fig. 1). Besonders die Ausgaben für Daten- und Kabelfernsehdienste sind seit dem Jahr 2000 gestiegen.
Als verantwortlich für den Rückgang der Festnetztelefonie galt das Wachstum des Mobilfunkbereiches. Belegt wurde dies mit der Tatsache, dass bereits 2005 Japans
Einwoh-ner 47% ($40) ihres monatlichen TK-Budgets für Mobilfunkdienste ausgaben, verglichen mit 28% ($24) für Festnetztelefonie. Der Rückgang der Festnetztelefonie
fand insbesondere in der Zeit von 1995 bis 2000 statt. Die Tatsache, dass Japan eines der Länder ist, in dem schon sehr früh der Mobilfunk stark genutzt
worden ist, ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Festnetzanwen-dungen vom Mobilfunk substituiert wurden.
Im Jahr 2000 hatte Japan — mit $35 für Mobilfunkdienste — die höchsten durchschnittlichen monatlichen Ausgaben pro Einwohner; dies war mehr als doppelt so hoch wie die Vergleichs-zahlen in den USA. Seither ist dieser Unterschied zwar geringer geworden, aber Japan hat von den untersuchten Ländern mit $40 gegen Ende 2005 immer noch die bei weitem höchsten Ausgaben (sowohl in absoluten Zahlen als auch in Prozent) für Mobilfunkdienste, zum Teil we-gen der Tatsache, dass mobile Datendienste (Internet, TV, Videos, Spiele usw.) viel populärer sind als in den USA oder Westeuropa. Andererseits geben die Japaner relativ wenig für PC-gebundene Internetdienste aus. Mit nur $3 im Jahr 2005 war dieser Posten der kleinste von allen TK-Ausgaben.
Es wird erwartet, dass von 2006 bis 2011 in Japan die durchschnittlichen Ausgaben für TK-Dienste pro Einwohner nur im Schnitt 2% pro Jahr steigen; dies ist ein langsameres Wachstum als
in den Jahren von 2000 bis 2005. Die Popularität der Mobilfunkdienste bei japanischen Nutzern wird weiter anhalten, aber auch die wachsende Beliebtheit von Daten- und Internetdiensten
führt dazu, dass der Anteil der traditionellen Festnetztelefoniedienste an den Gesamtausgaben weiter von 28% im Jahr 2005 auf 22% im Jahr 2011 sinken wird. Der Festnetztelefoniebereich
ist auch der einzige Sektor, in dem die Ausgaben in absoluten Zahlen zurückgehen werden, und zwar von durchschnittlich $24 pro Monat im Jahr 2005 auf $21 pro Monat im Jahr 2011 (-12%).
Im Vergleich dazu wird der Mobilfunkbereich um 18% anwachsen (von $41 im Jahr 2005 auf $48 im Jahr 2011), Datendienste um 42% (von $10 auf $14) und Internetdienste um 49% (von $4,7 auf $5,5).
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*Untersuchte Länder: Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Spanien, Tschechien.
Fig. 1- Monatliche Gesamtausgaben pro Einwohner (US Dollar) in Japan für einzelne TK-Bereiche
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