FTTH/FTTB-Geschäftsmodelle werden von ehemaligen Monopolisten und alternativen Carriern vorangetrieben

Treibende Faktoren von FTTH/B sind von zahlreichen Parametern abhängig: Erfolgsmodelle in einem Land führen nicht zwangsläufig zum Erfolg in einem anderen

Stuttgart, Deutschland — 20. Februar 2008 — Laut InfoCom’s neuester Studie "FTTX — EXPERIENCES AND STRATEGIES — Filling the pipe of the NGN" werden neue Glasfaseranschlüsse weltweit von ehemaligen Monopolisten und von alternativen Carriern vorangetrieben. Durch die Investitionen in eigene FTTH-Anschlüsse sparen die Alternativen die Kosten für den entbündelten Zugang, die sie sonst an die ehemaligen Monopolisten überweisen müssten, und erhöhen dadurch ihre eigenen Margen. In einigen Ländern setzen jedoch noch zusätzlich FTTH-Investitionen des ehemaligen Monopolisten die Alternativen unter Druck, eigene Projekte voranzutreiben. So haben zum Beispiel in Deutschland gegen Ende 2007 immer mehr Stadtnetzbetreiber eigene Glasfaser-Projekte ins Leben gerufen, um auf das VDSL-Engagement der Deutschen Telekom zu reagieren. Die Mehrheit der deutschen alternativen Carrier plant jedoch eher Investitionen in VDSL2.

Die Studie zeigt verschiedene existierende Geschäftsmodelle auf: das “Open platform” (offene Plattform) Geschäftsmodell, das “Partnerschafts”- Modell und “Proprietäre” Lösungen, bei denen das gewählte Geschäftsmodell von der Herkunft des Infrastrukturbesitzers, der vor Ort geltenden Regulierung und dem Wettbewerbsumfeld abhängig ist. Außerdem werden die verschiedenen Arten oder "Niveaus" der Akteure präzisiert, die für die Realisierung von TK- und Medienangeboten für den Endkunden benötigt werden: "Besitzer passiver Infrastruktur" (Passive Infrastructure Owner, PIO), "Besitzer aktiver Infrastruktur" (Active Infrastructure Owner, AIO) und "Service & Inhalte-Anbieter".

Die Analyse der verschiedenen Geschäftsmodelle zeigt, dass es nur sehr wenige treibende Faktoren gibt, die ehemalige Monopolanbieter dazu bewegen, in Glasfaser zu investieren. Zum einen ist da der Wettbewerbsdruck: in Frankreich und den USA bieten alternative Festnetz-Carrier und TV-Kabelnetzbetreiber Breitbandanschlüsse und TV/Video-Inhalte. Zweitens gibt es Anreize oder Druck durch Regierungsprogramme und Subventionen, wie z.B. in Japan und Süd-Korea. Ein dritter Faktor sind positive Auswirkungen auf den OPEX: Kostenreduktion durch die Reduzierung der öffentlichen Vermittlungsstellen mit damit verbundenem Personalabbau und Einsparungen bei den Instandhaltungskosten. Aus wirtschaftlicher Sicht ziehen viele ehemalige Monopolisten FTTC/VDSL2-Investitionen einem FTTH/B-Engagement vor: vor allem in Europa sehen sich die ehemaligen Monopolisten mit bedeutenden Investitionen in NGN–Infrastrukturen (Next Generation Network) konfrontiert und haben nur noch ein recht knappes Budget für weitere Investitionen wie FTTx übrig. So investieren zum Beispiel KPN, Telecom Italia und Telia in Neubaugebieten in FTTH/B, obwohl die betroffenen Carrier ansonsten eher eine FTTC-Strategie verfolgen.

Die Studie analysiert ebenfalls den Bandbreitenbedarf der verschiedenen Dienste, die über die neuen Glasfaseranschlüsse angeboten werden. Faktoren, die die Service- und Bundle-Angebote beeinflussen werden aufgezeigt, genauso wie Dienste, die von führenden europäischen und asiatischen Akteuren bereits angeboten werden. Ein eigenes Kapitel befasst sich detailliert mit Online-Spiele Anwendungen. Marktszenarien werden für verschiedene Länder als Excel-Datentafeln geliefert. Ein weiteres Kapitel über technologische Aspekte liefert eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile von FTTH/FFTB zu FTTC.


Über die Studie

FTTX — EXPERIENCES AND STRATEGIES — Filling the pipe of the NGN
— ist eine der neuesten InfoCom Studien. Mit 100 Seiten präsentiert die Studie die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der Akteure rund um den Globus, sowie innovative Anbieter und Anwendungen, Service-Pakete, Bandbreitenbedarf zukünftiger Anwendungen, Markttreiber und – hindernisse, mit wertvollen Analysen und Prognosen.

FTTX — EXPERIENCES AND STRATEGIES — Filling the pipe of the NGN ist nur eine von mehreren Studien, die InfoCom anbietet. Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren.


Über InfoCom

InfoCom ist ein internationales Marktforschungs- und Beratungsunternehmen im Bereich der Telekommunikation, IT und Multimedia mit Hauptsitz in Stuttgart, Deutschland, und Vertretungen/Partnern in Frankreich, in Großbritannien, auf den Philippinen, in Polen und in den USA. InfoCom kann als anbieter- und herstellerunabhängiges Unternehmen mit 20-jähriger Erfahrung auf ein umfangreiches Know-how im ITK-Sektor zurückgreifen.

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