Die Zukunft des Zeitungsmarktes – weltweite Markttrends

Verlage nehmen neue Technologien wie Internet und Handys ins Visier – Zeitungen sollen interaktiver werden. Erste Endgeräte zum Lesen von "E-paper" erhältlich

Stuttgart — 27. März 2008 — Zeitungsverlage haben realisiert, dass ihre Inhalte für den Leser wichtiger sind als das bisherige "Transportmedium" Papier. Die Leserschaft will an jedem nur möglichen Ort Zugang zu den neuesten Meldungen haben und nutzt bereits das Internet als Hauptinformationsquelle. Um die Interaktivität der Zeitungen zu erhöhen, nehmen Verlage zunehmend neue Technologien wie das Internet oder Handys ins Visier.

Weltweit sehen sich die meisten Zeitungen mit sinkenden Auflagen vor allem in gesättigten Märkten konfrontiert. Das Internet wird hier zum wichtigsten Konkurrenten. Aus diesem Grund wurden in wachsendem Maße die ersten "E-paper" lanciert. Aber obwohl die meisten Verlage eine steigende Leserzahl für ihre E-paper-Angebote registrieren, bleibt die eigentliche Nutzerzahl noch relativ gering und entspricht nur etwa 1-2% der gesamten Leserschaft.

Beim derzeitigen Stand sehen Verlage noch nicht genügend Potential für E-paper-Angebote. Derartige Angebote gibt es häufig nur, weil die laufenden Kosten relativ gering sind und zusätzlicher Umsatz generiert werden kann z.B. durch Angebote wie Nachrichten-Archive, deren Nutzung meist kostenpflichtig ist. E-paper-Abonnenten hingegen schätzen an diesen Angeboten hauptsächlich die Möglichkeit, ihre Zeitung tagesaktuell überall auf der Welt lesen zu können. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu den Printversionen Leser lokale Meldungen in der Regel kostenlos erhalten. Leser scheinen vorzugsweise die angebotenen Such- und Archiv-Funktionen zu nutzen, wohingegen andere Feature wie Lesezeichen, eher weniger genutzt werden.

Zur besseren Nutzung von E-paper-Angeboten wurden bereits einige spezialisierte Endgeräte wie der "Amazon Kindle" vermarktet, wobei diese noch alle verbesserungswürdig sind. Bisher ist Polymer der einzige Hersteller, der ein Mobiltelefon mit integriertem "Roll-Display" für Mitte-2008 angekündigt hat. Der Durchbruch derartiger Lösungen wird aber erst 2009 – 2011 erwartet. Zur Zeit konzentrieren sich die Zeitungsverlage eher auf das Angebot "mobiler" Zeitungsversionen, d.h. gekürzte Versionen ihrer Zeitungsausgaben, die den Handy-Displays angepasst werden, z.B. über Dienste wie AvantGo. Obwohl derzeit der Trend hin zu E-paper oder "mobilen" Zeitungen eher ins Stocken geraten ist, machen sich sowohl Verlage als auch andere Akteure (z.B. TK- und Internet-Service-Anbieter, E-Commerce-Firmen) generell Gedanken über die Zukunft der Printmedien.

InfoComs Recherche zeigt verschiedene Vor- und Nachteile der derzeitigen "statischen" E-paper-Angebote. Die Recherche liefert ebenfalls Informationen zu neuen digitalen Strategien, neuen Medienformate, Werbetrends, Umsätzen und Investitionen, belegt durch Zahlen und Daten aus verschiedenen Ländern.


Über diese Recherche

Diese Pressemitteilung ist ein Auszug aus InfoCom’s letztem TS&T Artikel — Telecoms Strategies and Trends ist eine hoch analytische Publikation mit tiefgehenden Fachartikeln aus den Bereichen Telekommunikation und Multimedia. TS&T bietet präzise Analysen über Marktentwicklungen und richtet sich an Branchenführer und Unternehmensstrategen, die sich über die neusten Trends auf dem Laufenden halten, und Märkte unter einem anderen Blickwinkel betrachten wollen.


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